Guten Tag…

 

 

 

Ja, lieber Leser, was ist ein guter Tag?

Was braucht es, das wir als Menschen einen Tag, als befriedigend, sinnerfüllt und

gelungen bezeichnen würden?

 

Nun, da würde wohl zunächst einem einfallen, ein Mindestmaß an Nahrung, Essen und Trinken sollte es schon sein…gelegentlich ein Dach überm Kopf wäre auch nicht schlecht

sowie ein paar Taler im Beutel, ab und zu, das wäre es erstmal… Grundbedürfnisse erfüllt! Doch was ist darüber hinaus? Was würde sonst noch fehlen?

 

 

Etwas, das wohl die Spezies Mensch ausmacht, ist die Sprache, sehr hilfreich, die Insel der

Isolation zu verlassen, um mit anderen Individuen in Kontakt zu treten, doch da wird es

schon gleich auch ein wenig schwierig, weil wie bekannt, die kann es einem, warum auch

immer, auch mal verschlagen…und es soll auch Wissenschaftler geben, die behaupten, nicht

der Mensch habe sie erfunden, sondern vorgefunden, sie war immer schon da seit Anbeginn der Zeit…und hat nicht auch jeder vielleicht auch schon die Erfahrung gemacht, das Worte nicht genügen, ein Blick zum Beispiel viel mehr sagen kann …?

 

Was tun also, wenn wir uns ein mehr an Ausdrucksmöglichkeiten wünschen, sie gar brauchen

wie die Luft zum Atmen, um sich nicht einsam, allein und verlassen zu fühlen, sondern als Mensch unter Menschen, als Teil eines größeren Ganzen an der Schöpfung, an der Welt

mitzuwirken und in Kontakt mit unserer Umwelt, unseren Mitmenschen zu treten?

 

Nun, vielleicht sollten wir erst mal gar nichts tun, sondern uns bewusst werden, wie wenig

eigentlich über die reine sprachliche Kommunikation bei der Begegnung zwischen zwei Menschen abläuft und wie viel mehr Information über nonverbale Ausdrucksformen ausgetauscht werden. Über Mimik, Gestik, den Gang, die Augen, dann die Kleidung prägen

das Wahrnehmen des Gegenübers oft mehr das als gesprochene Wort, mag es stimmen oder auch nicht und wie oft ordnen wir dann anderen in eine bestimmte Schublade ein, ohne ihn wirklich zu kennen.

 

Um aber jemand kennen zu lernen, müssen wir uns ihm nähern, näher an ihn herantreten,

vielleicht ihm die Hand reichen oder gar sie halten. So ist also auch das Berühren des Anderen

 

eine ursprüngliches zutiefst menschliches Bedürfnis, nach Nähe, nach Austausch und
Teilen der Gefühle, nach Offenheit, Klarheit und emotionaler Geborgenheit.  

 

2004 ART Karlsruhe

 

URB